Von der Firmengründung bis heute

Seit über 100 Jahren im Dienst des Wohlbefindens!

Innovation trifft Tradition – eine gute Mischung für die Zukunft!

Kanne Brottrunk - Die erste \\\
Die erste "Kannefiliale" in der Derner Strasse, in Lünen-Süd

Die Anfänge des Familienunternehmens gehen auf die Gründung der Bäckerei Kanne im Jahr 1904 zurück. 1948 trat Wilhelm Kanne senior in das väterliche Unternehmen ein in dem er später mit der Entwicklung des kanne Bio Brottrunk begann. Heute werden mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Bäckerei, den 30 Filialen und in der Produktion des Kanne Bio Brottrunk® beschäftigt.

… und dann kam der Kanne Brottrunk®!
Anfang der 1980er Jahre stellte Wilhelm Kanne seinen Original Kanne Brottrunk® erstmals der Öffentlichkeit vor. Über 20 Jahre hatte er zuvor mit der Fermantation von Brotgetreide experimentiert – denn er war von der gesundheitsfördernden Wirkung milchsaurer Gärprodukte restlos überzeugt. Schon früh berichteten ihm Freunde und Bekannte begeistert von ihren Erfahrungen mit seinem Brottrunk.

Christel Kanne war als Frau des Brottrunk Erfinders Wilhelm Kanne immer und überall dabei. Sie weiß noch genau, was sich rund um die Innovation Ihres Mannes abgespielt hat und wie die Firma Kanne gewachsen ist. „Wir haben immer alles zusammen gemacht,“ sagt sie. „Darum weiß ich noch heute ganz genau, was früher los war.“ Lesen Sie hier einen Ausschnitt aus Ihren Erinnerungen.

Christel Kanne:

Historisches Luftbild - Kanne Bäckerei in Altlünen
Historisches Luftbild - Kanne Bäckerei in Altlünen

„Vor rund 60 Jahren haben wir, ausgehend von einer kleinen Bäckerei, diesen Betrieb aufgebaut. 1956 haben ich und mein Mann geheiratet, denn die Schwiegereltern bestanden darauf, dass mein Mann erst heiratete, bevor er eine Bäckereifiliale eröffnen konnte. Dann haben wir eine Filiale eröffnet, und dann noch eine, bis wir 1969 aus allen Nähten platzten in unserem alten Betrieb, und dann sind wir nach Altlünen gegangen und haben da eine große Bäckerei auf der grünen Wiese gebaut. Dort sitzt die Bäckerei auch heute noch. Mittlerweile haben wir rund 30 Filialen.

Meinem unternehmungslustigen Mann war das Bäckergeschäft aber nicht genug. Er hat immer geforscht. Er war ein Mensch, der voller Ideen steckte und der einfach immer etwas neues machen musste. Er wollte ein Produkt für die menschliche Gesundheit herstellen. Zu dem Zeitpunkt hatte er durch russische Kriegsheimkehrer vom russischen Kwass gehört; ein Getränk, das aus vergorenem Brot, Gemüse und anderen Zutaten hergestellt wurde, Alkohol enthielt und das die Menschen damals tranken, um Krankheiten vorzubeugen.

Christel und Wilhelm Kanne III, gemeinsam schufen Sie den Kanne Brottrunk
Christel und Wilhelm Kanne III, gemeinsam schufen Sie den Kanne Brottrunk

Das interessierte ihn. Wilhelm Kanne begann, zu experimentieren. Er nahm zunächst einen Tontopf, den ich irgendwo stehen hatte; einen ganz alten. Er füllte ihn mit Brot und Wasser und ließ die Mischung vergären. Es bildete sich eine Schmiere um den Tontopf herum; ein Film. Scheinbar hatte sich der alte, schmuddelige Topf durch die Vergärung von innen gereinigt. Mein Mann war auch damals schon gut vernetzt; da er selbst keine akademische Ausbildung besaß, fragte er Freunde und Bekannte aus dem Wissenschaftsumfeld nach diesem überraschenden Effekt. Ein bekannter Gärbiologe bestätigte, dass durch die Gärung eine Reinigung des Topfes stattgefunden habe. War es vielleicht möglich, diesen Prozess auch auf den menschlichen Körper zu übertragen? Der Tüftler witterte eine große Chance. Aber Wilhelm Kanne war mit dem Ergebnis seiner Experiemente noch nicht zufrieden. Einige Gärungen schlugen fehl, die Ergebnisse waren nicht gleichmäßig, es funktionierte nicht recht. Was machte er falsch? Eines Tages vergor er Bio-Getreide statt konventionellem. Die Gärungen gelangen!

Danach haben wir versucht, Bio-Getreide in größeren Mengen zu erhalten. Doch damals gab es kaum Bio-Getreidebauern. Im Laufe der Zeit konnte Wilhelm Kanne mehr Großbauern in seinem Umfeld für den Bio-Anbau gewinnen. Es war damals nicht einfach, die Bauern dazu zu bringen, von konventionellem Anbau auf Bioanbau umzustellen, aber er schaffte es, und so war irgendwann die erste schwierige Phase vorüber und die Versorgung der Firma mit Bio-Getreide sichergestellt. Bis heute kaufen wir nur Getreide von Bio-Landwirten.

Bevor wir den Kanne Bio Brottrunk® auch an Fremde verkauften, haben wir zunächst unseren Freunden und Bekannten den Trunk gegeben. Die waren begeistert und erzählten wiederum Ihren Freunden und Bekannten davon. Der Brottrunk aus dem Hause Kanne war in aller Munde.
Für die ersten Experimente nutzte mein Mann Tonkrüge, doch schon bald musste etwas größeres her. In der alten Bäckerei in Lünen haben wir schließlich größere Gärbehälter aufgestellt. Der Brottrunk war von Anfang an ein ziemlicher Erfolg, ein regelrechter Boom. Nach einer Weile konnten wir die Nachfrage mit unserer Produktion nicht decken. Das Problem dabei war die lange Vergärungsdauer. Mehrere Monate muss man dafür einplanen und die Produktion konnte darum der wachsenden Nachfrage so schnell nicht gerecht werden. Wir haben keine Werbung für den Kanne Bio Brottrunk® gemacht, die Menschen hörten davon und wollten ihn einfach haben. Und weil unsere Räumlichkeiten fortwährend zu klein wurden, haben wir 1986 die Räumlichkeiten in Selm-Bork bezogen, wo wir heute auch immer noch nachhaltig und umweltbewusst produzieren."

Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit waren stets Dreh- und Angelpunkt der unternehmerischen Entscheidungen. Im Jahr 1996 wurde die Kanne-Umweltakademie gebaut, in der eingeladene (Fach) Besucher – unter anderem Ärzte, Heilpraktiker, Tierärzte, Tierheilpraktiker und Sportvereine – das Kanne-Konzept hautnah erleben können. Nur wenige Zeit später wurde das erste firmeneigene Windrad aufgestellt, welches mittlerweile ersetzt durch ein größeres, im Rahmen des gesamten Energiekonzeptes, zur umweltbewussten Energieerzeugung genutzt wird.
Viele Preise und Ehrungen wurden seit dem an die Firma Kanne vergeben, als Anerkennung für die nachhaltige Unternehmensführung.

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter - für eine gesunde und umweltfreundliche Ernährung im 21. Jahrhundert!

 

Firmengeschichte der Firma Kanne in Einzeldaten

1904 Gründung der Bäckerei Kanne durch Wilhelm Kanne I. in Lünen in Westfalen
1932 Übernahme des Betriebs durch Wilhelm Kanne II.
1948 Eintritt von Wilhelm Kanne III. in die Bäckerei
1957 Wilhelm Kanne sen. wird Bäckermeister und übernimmt die Leitung des Unternehmens
1967 Beginn der Experimente zur Vergärung von Brotgetreide
1981 Gründung der Kanne Brottrunk GmbH & Co. KG in Lünen
1983 Wilhelm Karl Kanne IV. – der Sohn von Wilhelm Kanne senior – übernimmt die Leitung der Bäckerei
1984 Weitere Intensivierung der Forschungsarbeit; durch die stetige Neu- und Weiterentwicklung der Kanne Produkte setzen zunehmend mehr Landwirte auf ihre Verwendung
1985 Das Kanne Enzym-Fermentgetreide® kommt auf den deutschen Markt
1986 Aufnahme des Exportgeschäfts in viele Länder Europas
1987 Eröffnung der Kanne Bio-Gärtnerei
1989 Export von Kanne Produkten nach Südkorea – Kanne Produkte sind zu diesem Zeitpunkt bereits in elf verschiedenen Ländern erhältlich
1993 Bio-Zertifikate für Kanne Brottrunk®, Kanne Enzym-Fermentgetreide® und alle Bio-Produkte
1996 Neubau der Kanne Umweltakademie
2000 Bau einer Windkraftanlage
2001 Wilhelm Kanne sen. erhält den B.A.U.M.-Umweltpreis des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management e.V.
2002 Aufnahme von Kanne Fermentgetreide® flüssig und Kanne Brottrunk® für Pflanzen in die Liste der Biologischen Bundesanstalt für Land und Forstwirtschaft
2002 Wilhelm Kanne V. übernimmt gemeinsam mit seinem Vater die Leitung des Bäckereibetriebs
2008 Installation einer Photovoltaik-Anlage auf einem Betriebsgebäude
2009 Wilhelm Kanne senior entwickelt den Kanne Brottrunk® als Pauer Essenz
2009 Bau einer größeren Windkraftanlage, die die kleinere Windkraftanlage ersetzt
2011 Wilhelm Kanne senior, Erfinder des Original Kanne Bio-Brottrunks® verstirbt
2014 Die Firma Kanne erhält den Initiativpreis NRW in der Kategorie Erneuerbare Energien und Umweltschutz